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2002 Gründung plankton labs

Aktive Mitglieder: Michael Hackl und Barbara Connert.

Weiter Mitglieder: Bernard Zösmayr , Michael Stuchlik, Gregor Metzler und Alexander Bielowski

 

Plankton Labs ist eine heterogene Gruppe von Enthusiasten diverser Ausbildungen und Arbeitsgebiete, die 2002 in Innsbruck von Michael Hackl und Bernard Zösmayr gegründet wurde. Die Gruppe arbeitet gegenwärtig im Künstlerhaus Büchsenhausen in Innsbruck, wo sie bis März 2009 ein Atelier innehat. Die Arbeiten von Plankton Labs sind das Ergebnis einer konsequenten kritisch-ironischen Hinterfragung heutiger Medienrealität. Die Ausdrucksmöglichkeit folgt hierbei dem Konzept und erstreckt sich von Skulptur über Medienarbeit bis hin zum Text. Als zweites Betätigungsfeld widmet sich Plankton Labs der Forschung und dem freiem Experiment in der Mediengestaltung. Besonderer Fokus wird auf quelloffene Software und Möglichkeiten der Zusammenarbeit im Live-Auftritt gelegt. Die Arbeiten finden in einem geschlossenen Kreislauf aus Softwaredesign und Performance statt.

 
 
Laufend bis 2007

Visualauftritte mit selbst programmierter Softwareumgebung, bis auf Hardware und Grafikkartentreiber durchgehend Freie Software
Gemeinsam mit Bernard Zösmayr, ab 2004 hauptsächlich mit Michael Stuchlik
(von Triest bis Rumänien, in Tirol von Treibhaus über pmk bis zu Dogana)

 
 
Mai 2003 Satu Mare

Visuals für das Stadtfest der Stadt Satu Mare in Rumänien.

 
 

Juni 2003 Schmiede Hallein (Medienpreis Land Salzburg Innovative Projekte)

Leitung des Visualworkshop für eine Woche
Mit Wolfgang Schwarzenbrunner , Michael Svec
The visual Cube
Software und Gestaltung der Visuals für einen mit Segeltuch bespannten Würfel, der von 5 Seiten bestrahlt wurde und von unten einsehbar war
 
 

Juli 2003 XXX Festival Poolbar Feldkirch

Der Visualsynthesizer als Musikinstrument
Software auf 4 Computern verteilt steuert die Musik als Funktion der live generierten Visuals, gesteuert von 2 Personen
Bernard Zösmayr, Michael Hackl
 
 

Juli 2003 EndeNeu Festival, Kräuterschloss Eferding

Visual Percussion
Ein Schlagzeug spielt Visuals
 
 
März 2004 Bau-stelle Meer
Baustelleninstalation am Hafen von Triest
 
 
November 2003 Landcruiser

Mitarbeit beim Projekt und der Ausstellung Landcruiser von Roland Mauermaier im Kunstraum Innsbruck.

 
 

Mai 2004 Spielzeugguerilla und Lärmveganer

LivePerformance Kunstraum Innsbruck
Sampler vs. DJ vs. Klavier vs. Tanzfilme der 50er
Torggler, Zösmayr, Hackl, Blösl
 
 

Juni 2004 Schmiede Hallein (wieder Medienpreis Land Salzburg Innovative Projekte)

Leitung und Gründung der programming Labs
Widescreen Installation mit Funky Porcini (ninja tunes)

Eine ferngesteuerte Kamera auf 500m Stahlseil produzierte Kamerafahrten in 3 Winkeln

Eine 20 m gekrümmte Leinwand stellte mit 3 Beamern die Fahrten dar, mit einem großen Steuerknüppel wurde die Geschwindigkeit geregelt, ein Ventilator erzeugt den Fahrtwind, die Bewegungen die Musik

(der Raum wurde feuerpolizeilich wegen zu niedrigen Treppengeländern gesperrt).
 
 

September 2004 Hellfire Diningclub Kunsthalle Wien

Livefilm Lenins Begräbnis
Liveremix (Audio/Video) von sowjetischem Propagandamaterial der Domäne Begräbnisse
plankton labs (Zösmayr, Hackl)
beggars banquet
Live Audio-Video Arbeiten mit Zitaten von Goddards “Sympathy for the devil”
Torggler, Zösmayr, Hackl
 
 
November 2004 Scrub_TV

vom Land gefördertes Projekt
Live Remix (AudioVideo) von Fernsehprogramm und Kamerainput
bisher: Premierentage Kunstnetz, Bierstindl im Rahmen DKK)
plankton Labs (Zösmayr, Hackl, Stuchlik)
 
 
November 2004 SpamRemixer

Im Zuge der Premieren Tage in Innsbruck wurden die digitalen Anzeigetafeln der Innsbrucker Verkehrsbetriebe bespielt.

 
 
Mai und Juni 2005

Netzprojekt Spielfeld Donau:
Computerspiel mit Realpostionsbezug eines Schiffes
Kooperationsprojekt Barbara Connert, Universität für Gestaltung Linz

 
 
März 2005 Kittypippi

Interaktives 3d-Gameprogramming im Cafe Stroboli in Hall.

 
 
Juni 2005 Schmiede Hallein

programming Labs
 
Graffiti Puzzle
50 Holzwürfel 60x60cm bilden eine Wand der Ausmaße 6mx5m. Auf dieser Wand kann nun Graffiti gesprayt werden, sie kann jedoch auch (bereits während des Sprühvorganges) wie ein „Schiebespiel“ umsortiert werden. Dadurch entsteht ein Rätsel ohne einzig wahre Lösung.
Plankton Labs (Metzler, Hackl)
Bisher auf mehreren Veranstaltungen in Wien ausgestellt
 
Starbugs die Käfercastingshow
Vom Publikum gefangene Käfer treten auf der Bühne gegeneinander an. Über Videotracking erzeugen sie mit 4 Samplern Musik (Samples: DKay, Ektomorph).

Der vom einer Jury gekürte Sieger gewinnt, was man noch bei keiner Castingshow gewinnen konnte: Ein normales Leben in einer normalen Umgebung.

Er wird am Fundort ausgesetzt, während die Verlierer in Kunstharz eingegossen werden.
Plankton Labs (Connert, Hackl)
 

Podiumsdiskussion "digitaler Ablasshandel"
Ein heißer Stuhl zum Ablasshandel Projekt von plankton Labs

Hackl

 
Mitorganisation
Plankton war in die Organisation der Schmiede miteingebunden, die der wesentlichste Teil, neben den programming Labs waren die Organisation des Symposiums „Creativity & Continuity“ von Alexander Bielowski mit Gästen wie Monika Fleischmann (Fraunhofer Institute) und Kim Feldmann (Marshall McLuhan Institute)
 
 

November 2005 Veröffentlichung CD Remix Bundeshymne

Der ersten Künstlerin wurde eine Instrumentalversion der österreichischen Bundeshymne zur digitalen übergeben. Die einzige Vorgabe lautete, dass kein fremdes Audiomaterial hinzugefügt, also nur mit dem übergebenen Produktionsmaterial gearbeitet werden darf. Die auf diese Weise entstandene Version wurde dann dem nächsten Künstler/Komponist in der Reihe zur weiteren Überarbeitung zur Verfügung gestellt. Insgesamt Entsanden so 13 Versionen.

 
 

Ab April 2006 Atelier im Künstlerhaus des Schloss Büchsenhausen

Das Künstlerhaus Büchsenhausen ist eine Einrichtung der Tiroler Künstlerschaft.

 
 

September und Oktober 2006 Ausstellung in der Galerie PRO ARTE Hallein

Plankton at the Schmiede - Künstler verkauft Träume [21.9. - 14.10.]
Eine Retrospektive auf 4 Jahr Zusammenarbeit vom Innsbrucker Kulturverein Plankton und dem Medienkongress Schmiede Hallein.
Über Michael Hackl war Plankton bereits beim Projekt Cube beteiligt, das die Gründer der zukünftigen Schmiede vereinte. Damit begann die Kooperation zwischen Plankton und der Schmiede Hallein erst aufzublühen. Installationen, Konzeptarbeit und Mediengestaltung von Plankton prägten den Medienkongress auf der Pernerinsel.
3 Projekte sollen im Rahmen einer Ausstellung in der Galerie Pro Arte dieses Wirken besser zugänglich machen.
Die Projekte spielen sich im Spannungsdreieck von Künstler, Träume und Kommerz ab.
"Starbugs die Käfer-Casting-Show" wurde auf der Schmiede 05 uraufgeführt. Ein "heißer Stuhl" zum Thema Ablasshandel sorgte für hitzige Diskussionen. Die „Warhole Machine" war eine gemeinsame Projekteinreichung von Plankton und dem Schmiede Team zu "Mythos Junge Kunst", eine Ausschreibung zum Mozartjahr.

 
 

September 2006 Schmiede Hallein SLAP the video

Teilnahme mit dem Projekt „Plankton at the Schmiede - Künstler verkauft“
Ausstellung in der Galerie PRO ARTE.

Umsetzung des Fast-NO-Budget Musikvideos Slap.
In einer Koproduktion, die am Ende eine Mitarbeiteranzahl von 23 erreichte konnte Slap! geschaffen werden.

Das Ziel ein Popsong mit Musikvideo..
Die Ressourcen: 5 Tage, 200€ (100 davon für Bier), viele Künstler der Schmiede .
Tag 1: Text
Tag 2: Song
Tag 3: Vocals und Videoszenen
Tag 4: Choreographie (Ausarbeitung, Training, Video)
Tag 5: Schnitt


Oktober 2006 Platz 1 auf Youtube

Mit dem Musik Video Slap auf Platz 1 der Youtube Charts.

 
 

November 2006 Premierentage

Slap das Musikvideo würde im Zuge der Premierentage Innsbruck erstmals auf einer breiten Öffentlichkeit presentiert.

 
 

Dezember 2006 Videoinstallation Sketch Meran (Italien)

Eröffnung permanente Videoinstallation im Club Sketch Meran (Italien)

 
 

Februar 2007 Prometheus Innsbruck

Video Installation
 
 

März 2007 Vortrag Michael Hackl Büchsenhausen

Der 100-Euro-Laptop Eine Veranstaltung in der Reihe "From/To europe" von Jochen Becker.
Das weltweite Netz hat gerade im Globalen Süden grössere Löcher als in Europa und den USA. Inzwischen werden in den um Open Source und Creative Commons organisierten Copyleft-Bewegungen die vorrangig eurozentrisch ausgerichteten Fragestellungen über den Zugang zu freien Daten selbstkritisch reflektiert.

  Zugang zu Wissen und Kultur, welche mehr und mehr digitale Form annehmen, erscheint existenziell. Nun stehen Millionen von sogenannten „100-Dollar-Laptops“ mit Open-Source-Software kurz vor der Auslieferung, um Kindern und Jugendlichen auch im Globalen Süden kostenlosen Zugang zum weltweiten Netz zu ermöglichen. Das Projekt aus dem Umfeld der Forschungsschmiede MIT soll Teilhabe an der globalisierten Welt ermöglichen. Besonders nördlich des digitalen Grabens werden Stimmen laut, welche die Versorgung mit Nahrung oder Trinkwasser für wichtiger erachten. Ganz davon abgesehen, daß es hier nicht um die Alternative Laptop oder Wasser geht, sondern allenfalls Computer plus der Option, damit neue Quellen sich zu erschließen, schwingt hierbei der überhebliche Unterton mit, was denn Menschen in den Slums von Libyen bis Brasilien mit einem Computer anfangen sollten. Bei Feldversuchen hat sich allerdings gezeigt, daß die Nachwuchs-UserInnen das per Kurbel mit Strom zu versorgende Gerät auch entgegen der Gebrauchsanweisung zu nutzen wußten und dank Bildschirm Licht in ihre stromlose Hütte brachten. Noch nicht abzusehen ist, wenn Millionen per Funk miteinander verbundene Kids ihre Weltsicht verbreiten – oder als outgesourcte Billiglöhner für Konzerne Daten tippen?
 
Im Gespräch mit dem Innsbrucker Künstler und Open-Source-Experten Michael Hackl (Plankton Labs) soll die Besonderheit der neuen Benutzer-Oberfläche des „100-Dollar-Laptops“ demonstriert und untersucht werden.
 
 
 

Mai 2007 bis Juli 2007 Ausstellung Stadtturmgalerie Innsbruck

Eine Ausstellung in der Reihe Künstlerhaus Büchsenhausen proudly presents... kuratiert von Andrei Siclodi.

  Die Ausstellung MEDIENBRUCH von Plankton Labs (Michael Hackl, Barbara Connert, Michael Stuchlik) in der Stadtturmgalerie setzt Erscheinungen einer wahrgenommenen Medienrealität in neue Kontexte und lässt sie dadurch im strahlenden Licht ihrer eigenen Absurdität schimmern. Pop und Religion: zwei kulturelle Konzepte unserer kapitalisierten Gesellschaft werden hier kritisch/ironisch hinterfragt, auf ihre Funktionalismen reduziert und zwischen Show und Installation wieder auf ihr übliches Maß aufgeblasen. Die Mittel erstrecken sich dabei von Installation über Performance bis hin zum Merchandising.
 
Ergänzend zur Ausstellung Medienbruch in der Stadtturmgalerie werden am 30.05.2007 ab 21.00 im Künstlerhaus Büchsenhausen live-performative Arbeiten von Plankton Labs präsentiert.
 
 

August 2007 bis September 2007 Alles dreht sich alles bewegt sich Sibiu Kulturhaupstadt

Das Projekt „Earth Inverse“ wurde im September 2007 im Rahmen der Europäischen Kulturhauptstadt Sibiu präsentiert.

Aus Bildern und Videos können dreidimensionale Collagen in einem dreidimensionalen Raum erstellt werden. Im Rahmen des Projektes „Earth Inverse“ wurde der Raum durch Straßenkarten von Sibiu aufgespannt, die Collagen beschrieben erste Eindrücke einer fremden, vertrauten Stadt. Die Collagen können virtuell „begangen“ werden

 
 

September 2007 Ausstellung Schnittstelle Schmiede Hallein

Die „Schnittstelle“ ist ein Experiment, um das Potenzial von
Räumlichkeiten in Kombination mit dem Verhalten von BesucherInnen und

TeilnehmerInnen der Schmiede (Smiths) auszuloten.

  Die Räumlichkeiten erlauben dem Besucher Eintritt und Einblick in die
Arbeiten der Schmiede und einiger KuenstlerInnen aus dem SmithNetwork.

Im gleichen Atemzug bietet die Räumlichkeit des Kesselraums den

KünstlerInnen und Smiths eine ganz besondere Möglichkeit die

BesucherInnen der Ausstellung zu besuchen/beobachten. Mit dieser

Schnittstelle zwischen Privatraum und Öffentlichkeit ergibt sich eine

authentische und besondere Ausstellungsgestaltung bei der die Grenzen

zwischen BetrachterIn und Betrachtetem verschwimmen. Die räumliche

Situation unterstützt die Kommunikation zwischen Schmiede und
Öffentlichkeit, weckt Neugierde Neues zu entdecken.
  Parallel zur Ausstellungsfläche, die nur zu den Öffnungszeiten
besichtigt werden kann, ist es möglich die verschieden Videoarbeiten der

Teilnehmer 24 Stunden zu sehen, durch einen Fernseher der für Passanten
platziert wird.
 
Die Ausstellung „Schnittstelle“ ist eine Koorporation zwischen der

Schmiede Hallein und der Galerie Pro Arte. Kuratiert und organisiert von Barbara Connert (Plankton Labs) und Elisabeth Bayer. Die präsentierten Projekte zeigen einen kleinen Ausschnitt der vielfältigen Arbeiten einiger KuenstlerInnen aus dem SmithNetzwerk.
 
 

Oktober 2007 Vortrag Büchsenhausen Sündenfrei nach Sibiu – Eine Retrospektive

Die Präsentation bietet einen Einblick in die jüngsten Projekte der Gruppe Plankton Labs: In „So sündigt Tirol“ berichten Plankton Labs über die Erfahrungen, die sie bei der Ausstellung „Medienbruch“ (Stadtturmgalerie Innsbruck, Juni-Juli 2007) mit einem digitalen Beichtstuhl gewonnen haben. Exemplarische Beschreibungen Tiroler Sündenverhaltens werden vorgestellt; darüber hinaus ist auch der Umgang mit hochprivaten Informationen, wie etwa persönlichen Schuldgefühlen, Thema. Die „Earth Inverse“-Präsentation zeigt anschließend Ausschnitte aus der virtuellen Installation, die im Rahmen des Programms zur Europäischen Kulturhauptstadt 2007 im öffentlichen Raum von Sibiu (RO) im September zu sehen war. Sie beschäftigt sich mit der Entstehung von Vorstellungsbildern im Züge der Konfrontation mit einer neuer Umgebung.

Dezember 2007 Wurlitzer 2.0

Alles, was das Netz bietet auf Stromboli-Großbildleinwand.
Die leidige Frage am Samstag Abend: Ausgehen oder YouTube surfen?

An diesem Abend im Stromboli geht beides. Wie in guten alten Wurlitzerzeiten oder bei billigen Party-DJs, darf man sich was wünschen, das dann tatsächlich gespielt wird und zwar audiovisuell und auf Großbildleinwand. Es liegt also an jeder/m einzelnen, das Programm um ihre/seine Favoriten zu bereichern. Außerdem gibt es natürlich einige Gustostückerln, die als Empfehlungen des Hauses und Appetizer rausgehaut werden. Und wir erwarten mit Spannung einen Auftritt des Komponisten des WebTwoZero-Hits „Raubkopie“. Unser video-versierter Gast ist Michael Hackl von der MedienkünstlerInnengruppe „plankton labs“ der uns mit jedem Clip ein bisschen klüger machen und gemeinsam mit der bezaubernden Ale Bachlechner den Parcours zwischen Internettrash, Videokunst und Raubkopien bestreiten wir
 
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