Slap! stellt die experimentelle Erforschung des Popraumes dar. Die explizite Bereitschaft
Künstler verschiedenster Bereiche sich mit einer Form des künstlerischen Ausdrucks
auseinanderzusetzen, der in einer freien Szene oft eher gemieden oder mit monetären Anreizen
gleichgesetzt wird, führte zu einem gruppendynamischen Erlebnis für alle. Die Reise in den Pop
führte auch in die Erforschung von Freiräumen, die durch unsichtbare und verdrängte Grenzen
versperrt wurden.
Auch die Initialmotivation dazu hatte bereits mit der Befassung mit Freiräumen zu tun.
"
das
diese kultur der leistung auswirkungen auch auf kreative freiraeume hat ist eine der
ausgangsueberlegungen des kuenstlerkollektives plankton / innsbruck fuer die letztjaehrige
schmiede. michael hackl beschrieb die damalige ausgangssituation als bereitschaft zur
nichtproduktion, frei vom schaffensdruck aber eben auch frei vom zwang nichts zu produziere. denn,
so bemerkt hackl schlau, auch der stillstand kann zu dogma erhoben, zwaenge schaffen und freiraum
nehmen. die darauf folgende, letztjaehrige produktion des musikvideos "slap" und des songs
kommentierte hackl dann auch folgerichtig als unfall, oder "accidential art". die ueberlegung
freiraum als raum fuer handlungslosigkeit zu nuetzen war eine bei aller betriebsamkeit eher unter
den tisch gefallene ueberlegung. das sie letztlich zur produktion von "slap" fuehrte, diesem, fuer
heurige produktionsideen auffallenden, vorbild, sollte bei all der bewundernswerten tatkraft nicht
unter den tisch fallen. "
institut typotektonik - steinacher
Das Experiment wurde noch weitergeführt, nach einer gezielten Analyse der Ratingmechanismen
von youtube, das zu dieser Zeit massiv medienexponiert war, da die Plattform gerade um 1.6
Milliarden von google erworben wurde, führte zum abgebildeten TOP-RATING.
Kurz die Fakten:
In einer Koproduktion, die am Ende eine Mitarbeiteranzahl von 23 erreichte konnte Slap!
geschaffen werden.
Das Ziel ein Popsong mit Musikvideo..
Die Ressourcen: 5 Tage, 200€ (100 davon für Bier), viele Künstler der
Schmiede.
Tag 1: Text
Tag 2: Song
Tag 3: Vocals und Videoszenen
Tag 4: Choreographie (Ausarbeitung, Training, Video)
Tag 5: Schnitt